Freizeit

An diversen Uferbereichen des idyllischen Sees gibt es inzwischen Badestellen, was der Flora und Fauna der Umgebung kaum geschadet hat. Wer am frühen Morgen oder am späten Nachmittag einen Spaziergang am Ufer macht, der gewahrt immer mal wieder Raubvögel, die sich am Fischreichtum des Sees laben. Neben dem Zentrum Caldonazzo gibt es einige weitere kleine romantische Orte mit verwinkelten Gassen, beschaulichen Plätzen und ansehnlichen Bauernhöfen: Santa CaterinaIschiaCalceranica al Lago und San Cristoforo.

Obwohl die Region rund um den kleinen trentiner See mittlerweile rund eine Million Übernachtungen in jeder Saison registriert, haben sich die Dörfer ihren Charme bewahrt. Viele der Urlauber sind Stammgäste, die Jahr für Jahr die Abgeschiedenheit des Caldonazzosees und die warmen Wassertemperaturen von mehr als zwanzig Grad genießen. Der See ist an einigen Stellen bis zu fünfzig Meter tief, doch die mittlere Tiefe liegt bei etwas mehr als 26 Metern. Selbst Taucher kommen hier auf ihre Kosten, und weil die Qualität des Wassers ausgezeichnet ist, wurden mehrere Badestrände am westlichen und südlichen Ufer mit dem begehrten „Blauen Band“ ausgezeichnet. Jenen, die mit ihrem Vierbeinern die Reise antreten, wird in San Cristoforo sogar ein separater Hundestrand angeboten.

Langeweile ist am Caldonazzosee ein Fremdwort, denn die Palette der Angebote einer körperlichen Betätigung ist sehr groß. Wer sich weniger für das Wasser und mehr für die landschaftlichen Reize interessiert, der kann dort klettern, sich auf dem Mountainbike versuchen, reiten oder ganz einfach wandern. Zum Beispiel zum 1.572 Meter hoch gelegenen Rifugio Casarota. Der Weg zu dieser Hütte an der Ostseite der Vigolana ist das reine Vergnügen. Er schlängelt sich in Campregheri vorbei an kleinen Kapellen und durch einen dichten Wald. Im Gasthaus „Al Bosco“ bietet sich eine Jause an, und es nicht ungewöhnlich, dass sich hier an der Bar auch ein paar Nonnen aus der Umgebung einfinden. Ist der Aufstieg zum Rifugio geschafft, werden die Gäste für ihre Mühen durch die Hüttenwirtin Goretta Zambon mit gastronomischen Feinheiten belohnt.

Gut ausgebaute Forstwege und einige frühere militärische Pfade aus dem Ersten Weltkrieg führen zum Monte Cimone. Der Panorablick auf den zu Füßen liegenden See bis hinüber zur Gruppe der Brenta Dolomiten und Caré Alto ist unvergesslich. Die Umgebung des Gipfelkreuzes auf dem Monte Cimone ist eine wuchernde grüne Wildnis. Außerordentlich beliebt ist bei den Gästen am See aber auch der Rundweg zur La Marzola Aussichtskanzel. Dies ist eine Exkursion für ausdauernde Wanderer, denn es geht knapp tausend Meter hoch und tausend Meter bergab.

Wer es vorzieht, auf zwei Rädern unterwegs zu sein, der kann von seinem Quartier am Lago di Caldonazzo losfahren und den See umrunden. Die Tour über knapp 24 Kilometer führt auch über Campregher, Vattaro und Bosentino – also zu den Dörfern, die ein Stück vom Ufer entfernt liegen.